Begonie (Begonia)

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Begonien (Name ehrt Michel Bégon) blühen sehr lange und sind relativ anspruchslos. Man kann sie für Kübel, Balkonkästen und Blumenampeln, sowohl für den Garten, als auch als Zimmerpflanze, verwenden, manche Arten eignen sich auch für die Beetbepflanzung.
Viele Arten und Sorten der Begonien werden vorallem wegen ihres farbenprächtigen Laubes oder ihrer eindrucksvollen Blüten als Zierpflanzen verwendet.

Begonien (einz. Begonia) werden auch Schiefblatt genannt, und zählen zur Familie der Schiefblattgewächse (Begoniaceae). Insgesamt werden rund 1500 Arten dieser Gattung zugeordnet. Zu den wichtigsten Hybriden im Garten zählen sicherlich die Knollenbegonien (Begonia-Tuberhybrida) und die Eisbegonien (Begonia-Semperflorens-Hybriden).

Bekannte Sorten

  • Dunkellaubige Sorten: 'Diable', 18 cm
  • Halbhohe Sorten: 'Fantastica Compacta', 25 - 30 cm
  • Hohe Sorten: 'Danica' 15 cm
  • Zweifarbige Sorten: 'Heterosis Derby'

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Begonien können zierliche Blümchen mit nur wenigen Zentimetern Höhe, aber auch sehr hohe und wuchtige, meist mehrjährige krautige Pflanzen und Sträucher, mit Wuchshöhen von bis zu 3 Metern, sein. Viele Arten bilden Rhizome aus, diese können im Trockenen überwintert und im Frühjahr erneut in die Erde verpflanzt werden. Die Nebenblätter umhüllen Blattstiel und Stängel. Sie haben in der Regel asymmetrische, breit und leicht brechende, gestielte Laubblätter.
Die Pflanze bevorzugt einen sonnig bis halbschattigen Standort und einen humosen, lockeren, nicht zu trockenen Boden. Außer regelmäßigen Wassergaben ist der Pflegeaufwand gering.

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Begonien sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), es gibt also sowohl weibliche als auch männliche Blüten auf der selben Pflanze. Die Blüten sind fünfzählig. Die Blütenhüllblätter sind gleichgestaltet, also nicht in Kelch und Krone getrennt (Tepalen). In den männlichen Blüten sind nur zwei oder vier Blütenhüllblätter (wobei die äußeren zwei deutlich größer sind als die inneren) und meist viele Staubblätter vorhanden. In den weiblichen Blüten sind zwei bis fünf (bis zehn) Blütenhüllblätter vorhanden. Zwei bis fünf (selten bis sieben) Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Sie bilden Kapselfrüchte, die oft asymmetrisch geflügelt sind und sehr viele, sehr kleine Samen enthalten.

Pflanzensteckbrief
  • Vermehrung: Ausgesät wird in Anzuchterde von Dezember bis Februar bei 20 - 22°C. Die Samen werden nicht mit Erde bedeckt, da es Lichtkeimer sind! Nach etwa 6 Wochen werden die Keimlinge in Kisten mit Pikiersubstrat pikiert. Die Weiterkultur erfolgt bei 18°C. Ins Freiland kommen die abgehärteten Jungpflanzen nach den Eisheiligen und werden im Abstand von 15 - 25 cm eingepflanzt. Dabei ist in den ersten Wochen bis zur Durchwurzelung der Boden feucht zu halten.
  • Standort: Die Begonie mag einen halbschattigen Standort. Volle Sonne verträgt sie im Frühling, jedoch im Sommer nur bedingt. Die Begonie hat als Nachbarn gern Tagetes (Studentenblume), Buxus und Chrysanthemen.
  • Substrat: Begonien benötigen relativ viel Wasser. Die Erde sollte immer leicht feucht sein. Da der Nährstoffverbrauch hoch ist, sollte der Boden ab April mit Flüssigdünger regelmäßig gedüngt werden. Allerdings ist darauf zu achten, dass kein Wasser an die Pflanze selbst gelangt, da dies eine Pilzbildung unterstützen kann. Die Begonie wächst schnell und benötigt für die zahlreichen Blüten viele Nährstoffe. Um ein gesundes Wachstum zu ermöglich, sollte ein Pflanzenabstand von 20-25cm eingehalten werden.
  • Schädlinge und Krankheiten: Echter Mehltau.
  • Giftstoffe, Wirkung und Symptome: Es gibt sowohl giftige, wie auch ungiftige Begoniearten. Zu den giftigen zählen unter anderem Begonia gracilis und Begonia rex. Die Hauptwirkstoffe sind Calciumoxalate und Oxalsäure.
    Eine Vergiftung kann sich zeigen in Reizung der Schleimhäute, vermehrter Harnausscheidung, Erbrechen und Durchfall. Die Durchfälle können teils recht stark und auch blutig sein.
  • Tiergiftig: Begonien können giftig sein für Pferde, Hunde und Katzen, Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und andere Kleinsäuger sowie für Vögel. Die Symptome sind Erbrechen und Durchfall. Blutiger Durchfall ist nach der Aufnahme von der Knollenbegonie zu erwarten.


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Eisbegonien

Kommentare

avatar W. Seyfried
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Sehr guter und informativer Artikel.!


Danke für die Hilfe.

LG W. Seyfried
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Idee & Grafik: Werner Weissleder Provider: p.m.w - artInWork OG