Windröschen (Anemone)

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Windröschen (Anemone)
Diverse Anemonen-Arten
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Das Windröschen ist eine mehrjährige, krautige Knollenpflanze.
Das Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) ist eine heimische Staude, die im Schatten eingewachsener Gehölze im Wald- und Aubereich anzutreffen ist.

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Anemone wurde von den Mitgliedern des Bunds deutscher Staudengärtner [BdS] 2005 zur Staude des Jahres gewählt. "Anemonen sind in vielerlei Hinsicht ideale Staudenrepräsentanten: Es gibt auch früh und spät blühende Arten und Sorten und für verschiedene Standorte geeignete Pflanzen, wie sie sich viele Gartenbesitzer für ihre Gärten wünschen", so Beate Zillmer, Vorsitzende des BdS-Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit (http://www.stauden.de)

Aus den schlanken, verzweigten kaffeebraunen Rhizomen treibt an jedem Ende ab März ein kleiner Blattquirl, über dem sich im Verlauf des Aprils eine einzelne, reinweiße Blüte (bei der Sorte Robinsonia ist die Blüte von leicht bläulicher Farbe) öffnet.

Das schöne an den Windröschen ist die Tatsache, das sich ihre Rhizome  sobald ein geeigneter Standort gefunden ist  bereits nach wenigen Jahren dicht an dicht überlagern und somit wunderbare Teppiche aus eng beieinander stehenden Blüten bilden.

Busch-Windröschen werden 15 bis 20 cm hoch und können das ganze Jahr über gepflanzt werden, am besten aber, solange noch das Laub zu sehen ist.
Zur Blütezeit zwischen März und April/Mai fehlen grundständige Blätter, jedoch sitzen im oberen Stängeldrittel in einem Quirl drei deutlich gestielte, jeweils handförmig dreiteilige Hochblätter mit grob gesägten Abschnitten. Diese schützen die Blütenknospen (jede Pflanze besitzt meist nur eine einzelne Blüte) und übernehmen damit die Funktion des fehlenden Kelches. Erst nach der Blüte wird ein gestieltes Grundblatt ausgebildet. Die Blüten schließen sich nachts und bei Regen und hängen dann glockenartig nach unten. Das Busch-Windröschen wird von Insekten bestäubt und bildet pro Pflanze 10-20 kleine, gelblichgrüne Nüsschen aus. Diese sind fast kugelig rund und dicht behaart. Nach dem Verstreuen der Samen ziehen die oberirdischen Teile der Pflanze im Laufe des Frühsommers ein, die Nährstoffe für das nächste Jahr bleiben, wie bei allen Knollen- und Rhizomenpflanzen in den Wurzeln gespeichert. Die Verbreitung der Samen wird durch Ameisen durchgeführt.

Pflanzensteckbrief
  • Blütezeit: Es gibt sowohl Frühjahrs-, als auch Sommer- und Herbstblüher. Die frühesten Vertreter dieser Gattung (Apenninen-Windröschen) zeigen bereits zu Beginn des Aprils ihre Blüten. Dauer der Blütenpracht: etwa sechs bis neun Wochen;
  • Kombinationsvorschlag: Sommer- und Herbstblüher eignen sich hervorragend für die Kombination mit Herbstastern, Fetthenne, Eisenhut und Funkien.
  • Pflanzenhöhe: 1530 cm
  • Standort: Sonnig bis Halbschatten, abhängig von der jeweiligen Art. Je feuchter der Boden, desto mehr Sonne vertragen sie.
  • Substrat: Mit Humus angereicherte Böden, pH 5.5 - 6.8;
  • Einpflanzen: Die Pflanzen werden im Herbst ca 5 cm tief in humosen, gut entwässerten Boden eingegraben, der Pflanzenabstand beträgt etwa 10-15 cm.
  • Gießen/Düngen: Ausreichend gießen, die Erde sollte nicht zu nass sein. Wenig düngen.
  • Schädlinge/Krankheiten: Raupen fressen häufig Stiele, Blätter und Blütenknospen an. Auch Rostbefall möglich.
  • Vermehrung: Durch Teilung der Knolle auch durch Samen. Die Knollen werden im September/Oktober gepflanzt, Pflanztiefe: 5 bis 7 cm, Abstand ca. 10 cm. Vermehrung auch mit Samen möglich, die meisten Anemonen treiben aber nur nach einer ausreichend andauernden Kühlperiode von etwa 5°C (Stelle die Pflanzen 6-12 Wochen bei einer durchschnittlichen Tagestemperatur von 5°C auf. Diese Kühlperiode ist für die Anlage einer Blüte nicht immer notwendig, sie verbessert aber in jedem Fall die Qualität der Pflanzen und die Keimfreudigkeit der Samen).
  • Tipp: Die Pflanze ist nur bedingt winterhart, deshalb in Winter mit Tanne abdecken oder ausgraben und frostfrei im Torfbett überwintern. Durch das Ausgraben erreicht man auch eine üppigere Blüte. Bleiben die Knollen Im Winter in der Erde, fällt die Blüte von Jahr zu Jahr immer spärlicher aus. Wenn im Spätsommer das Laub abstirbt, gräbt man die wurzelknollen aus und teilt die Rhizome.

Achtung: Alle Anemonen sind im frischen Zustand durch Protoanemonin schwach giftig. Früher wurde daraus Pfeilgift gewonnen. Beim Trocknen und Kochen wird das enthaltene Gift in das ungefährliche Anemonin umgewandelt.

Protoanemonin ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.
Es wird bei Verletzung der Pflanzen freigesetzt und kann bei Kontakt mit der Haut oder der Schleimhaut zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis) führen. Bei der inneren Aufnahme beeinflusst es das Nervensystem: es kommt zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen, aber auch zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen.

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Bild-Quelle: de.wikipedia.org

 

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Querschnitt durch die Blüte einer Anemone Pavonia

 

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Frucht der Anemone

 

Online-Artikel zur Staude des Jahres:

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Idee & Grafik: Werner Weissleder Provider: p.m.w - artInWork OG